Nationen vermischen: Es funktioniert!

Ein Portrait: Lina Bofenschen, Sozialkoordinatorin bei Scientific Freshers

Man nehme ein gemütliches Wohnheim für junge Menschen, gebe ein ambitioniertes Team hinzu und vermenge das Ganze mit sämtlichen unterschiedlichen Nationalitäten. Das Ergebnis ist eine harmonische Mischung. „Es funktioniert einfach!“, bestätigt Lina Bofenschen.

Sie ist seit der ersten Stunde als Sozialkoordinatorin bei Scientific Freshers tätig und weiß bei ihrer Arbeit besonders die stetige Abwechslung zu schätzen: „In jedem Jahr treffen unterschiedliche Nationalitäten aufeinander. Das Mischverhältnis und die Atmosphäre ändern sich regelmäßig. Doch wir stellen immer wieder fest, dass es jedes Mal funktioniert!“ Dieses positive Beispiel weiß Lina Bofenschen sehr zu schätzen und möchte es nach außen tragen.

Durch ihre Eltern ist sie in einem multikulturellen Umfeld mit einem bunt gemischten Freundeskreis groß geworden. Ihr wurde das Verständnis für unterschiedliche Nationalitäten in die Wiege gelegt. „Wie jemand aussieht oder spricht, war mir immer schon egal. Im Fokus stand für mich stets der Mensch, niemals seine Herkunft“, blickt die Sozialkoordinatorin zurück. Diese Einstellung ist seit jeher die Basis für ihren privaten und beruflichen Umgang.

Die gute Seele

Somit hat sie bei Scientific Freshers den genau passenden Platz gefunden. Sie gilt als die gute Seele des Scientific Freshers-Team und ist als erste Ansprechpartnerin für die Studierenden für jegliche Art der Organisation und Koordination in der Einrichtung zuständig. Sie verwaltet die Arbeitsstunden der studentischen Hilfskräfte, übernimmt die Jahresplanung sowie die Organisation von Studienexkursionen. Auch im Alltag fallen viele organisatorische Aufgaben an – sei es in Bezug auf das Visum, Behördengänge oder die Anmeldung in der Gemeinde. Schon vor der Ankunft der Studierenden gibt es viel zu erledigen, damit die jungen Ausländer auch vom Flughafen bis zum Campus gelangen.

Wenn die Anfangsgänge erledigt sind, dann startet der Alltag. Die angehenden Studenten leben in Wohngruppen in ihren eigenen Zimmern. Sie teilen sich ein Bad und eine Küche als Aufenthaltsraum. Den Wohnraum müssen sie gemeinschaftlich sauber halten. „Die studentischen Hilfskräfte leben gemeinsam mit ihnen dort und haben ein Auge auf die Sauberkeit. Jeder Hilfswissenschaftler ist für die Studenten auf der ihm zugeteilten Etage verantwortlich. Ich unterstütze sie dabei und koordiniere ihren Zeitablauf“, schildert die gelernte Sozialpädagogin.

Kein Tag wie der andere

Einen typischen Arbeitsablauf kennt die Mutter einer vierjährigen Tochter nicht. „Ich weiß am Morgen noch nicht, was mich am Tag erwarten wird.“ Geregelt sind allerdings die Sprechzeiten, jeden Tag von 8 bis 10:30 Uhr. Angepasst an die Zeiten der Studierenden ist das Büro in der Mittagspause geöffnet. Wenn das Büro geschlossen ist, wird die Zeit genutzt, um Mails mit organisatorischen Fragen abzuarbeiten. Im Laufe der Zeit hat sich ein Sammelkatalog mit typischen Fragen entwickelt. Zu Beginn des Semesters drehen sich viele Anfragen um die Suche nach Geschäften oder Arztpraxen. Wo kann ich dies kaufen? Wie kann ich das am besten erledigen? Im Laufe des Jahres ändern sich die Anfragen, etwa in die Richtung, welche Zugverbindung sich am besten eignet, wenn ein Besuch ansteht.

„Alles in allem sind die Studierenden sehr selbstständig und organisieren sich gut“, zieht Lina Bofenschen ein positives Fazit aus ihren Erfahrungen. Viel Freude bereiten ihr gemeinsame Projekte oder Ausflüge. „2018 steht eine viertägige Exkursion nach Hamburg auf dem Programm mit einer Stadtrundfahrt, mit optionalen Museumsbesuchen und weiteren Unternehmungen“, freut sich die gebürtige Berlinerin. Mit drei Jahren ist sie an den Niederrhein gezogen und lebt heute in Kranenburg. Ihre Freizeit verbringt sie gerne mit ihrem Partner, ihrer Tochter und ihrem Hund im Wohnwagen am Meer.

Von Beginn an

Sie ist mit Herzblut bei Scientific Freshers, denn schließlich hat sie die Einrichtung theoretisch und praktisch mit aufgebaut. „Damals gab es noch kein bestehendes System. Man steckt beim Aufbau ganz viel von sich und seiner Persönlichkeit in dieses zarte Pflänzchen, das aus dem Nichts neu aufgezogen wird.“ Nach ihrem Studium der Sozialpädagogik hat sie in unterschiedlichen Kindergärten und Grundschulen gearbeitet. Zuvor hat sie auch Jura studiert; dabei hat sie als ersten Impuls während eines Praktikums in der Jugendgerichtshilfe ihr Interesse an der Arbeit mit Jugendlichen festgestellt. Zum Zeitpunkt der Scientific Freshers-Ausschreibung war sie in einem auslaufenden Projekt beschäftigt. „Die Stellenbeschreibung hat mich neugierig gemacht“, erinnert sie sich. Beworben, eingestellt. Und so nahm ihr Scientific Freshers-Weg seinen Lauf. Ein abwechslungsreicher Weg, der sie nicht zuletzt aufgrund der vielseitigen Mischungen unterschiedlicher Nationalitäten so bereichert.

 

 

 

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